Unzufriedenheit – was sie dir sagt und wie du sie in 6 Schritten löst

Bist du unzufrieden mit einer bestimmten Situation oder Gegebenheit in deinem Leben? Wenn ja, dann zeigt dir dieses Gefühl, dass deine Lebensweise dir im Inneren widerspricht. Höre in dich hinein und tu, was sich richtig für dich anfühlt, auch wenn es dir schwer fällt und vorübergehend unangenehme Folgen für dich hat. Aber du bist stärker als du glaubst – und wenn du deinem Herzen folgst, wirst du frei sein.

Warum du unzufrieden bist und nichts daran änderst

Es gibt bestimmte Umstände in deinem Leben, mit denen du nicht zufrieden bist: Deine Beziehung gibt dir längst nicht mehr das, was du dir von einer Beziehung wünschst, du möchtest dich trennen, schaffst es aber nicht. Du hast einen Job, der dir keinen Spaß macht, weißt aber nicht, was du sonst tun sollst. Du fühlst dich zu dick und möchtest abnehmen, kannst die Energie dazu aber nicht aufbringen. Du magst es nicht, wie dein Partner mit dir umgeht, hast aber nicht den Mut, es ihm zu sagen.

Womit bist du unzufrieden und was hält dich davon ab, die Situation zu ändern?

Du bist in einer Lage, die dir nicht behagt, beschwerst dich aber lieber oder erklärst dich in Ausreden: „Ich würde ja gerne…, ABER…“, anstatt tatsächlich etwas zu tun. Du schiebst deine Unfähigkeit zu handeln auf andere Umstände oder Menschen, weil der wahre Grund viel tiefer liegt. Durch dieses Herausreden machst du dich aber noch unglücklicher: Du weißt, dass du etwas ändern solltest, damit es besser wird, aber machst es nicht – das löst eine weitere Welle Unzufriedenheit in dir aus.

Aber kannst du wirklich nichts tun? Was ist der wahre Grund für das Festhalten an einer Situation, die dich unglücklich macht?

  • Pflichtgefühl
    Du hast einen Job zu erledigen und eine Familie zusammen zu halten. Du kannst den anderen nicht antun, sie zu verlassen.

  • Angst vor Veränderung
    Dein Leben ist zur Gewohnheit geworden. Du fühlst dich zwar nicht wohl, aber du fühlst dich sicher. Bevor du ins Ungewisse stürzt und nicht weißt, was passieren wird, bleibst du lieber im gewohnten Umfeld, unglücklich, aber in Sicherheit.

  • Zu lange den falschen Weg gegangen
    Wie sollst du, nachdem du jahrelang einen falschen Weg gegangen bist, nun umkehren und ein neues Leben anfangen? Zu viel Aufwand – Kraft und Organisation – wäre es, alles abzubrechen und dahin zu gehen, wohin dein Herz dich tragen will.

  • Angst, es nicht zu schaffen
    Der Umbruch würde emotional sehr belastend werden und über Monate hinweg Kraft und Unterstützung erfordern. Du hast Angst, auf dem Weg stehen zu bleiben, weil du die Kraft nicht hast und dann mit nichts da stehst.

  • Der Aufwand ist zu groß
    Was du alles tun müsstest, um den Job zu wechseln, in einem neuen Land zu wohnen oder um abzunehmen. Wenn du dir das alles genau überlegst, ist der Aufwand viel zu groß. Du gibst auf, bevor du es versucht hast.

Dabei ist niemand für dein Leben verantwortlich – außer du, niemand kann die Situation ändern – außer dir.

Unzufriedenheit

6 Schritte, um die Unzufriedenheit zu lösen

Deine Unzufriedenheit zeigt dir, dass du nicht im Einklang mit dir lebst. Dass es einen Widerspruch in deinem Handeln und deinen Wünschen gibt – mit deinem Wohlbefinden zum Preis. Lass die Unzufriedenheit zu und frage dich, was sie dir sagen will. Dann ändere die Situation oder deine Einstellung über die Situation.

Denn wenn du nichts änderst, wirst du unglücklich bleiben.

  1.   Was macht dich unzufrieden?
  2.   Wie sehr stört dich diese Situation oder Gegebenheit?
  3.   Was kannst du tun, um diesen Umstand zu ändern?
  4.   Warum änderst du ihn nicht?
  5.   Stelle dich vor die Wahl – Veränderung oder alles beim Alten?
  6.   Sei zufrieden mit deiner Entscheidung

Du bist da, wo du bist, weil du dich selbst dorthin gebracht hast. Was genau macht dich unzufrieden und wie sehr regst du dich über diesen Zustand auf? Wenn dich dieser Umstand zu sehr aufregt, dann überlege dir, was du tun kannst, um eine Situation zu schaffen, in der du dich wohlfühlst. Konzentriere dich auf die Lösung und nicht auf das Problem. Es gibt einen Weg da raus – zu dir selbst und zum Gleichgewicht in dir. Wachse über dich hinaus und gestalte dir das Leben, das du leben willst.

Stell dir vor dir gefällt etwas nicht an einem Menschen und du ärgerst dich immer wieder dadrüber. Du willst, dass sich dieser Mensch ändert, damit du zufrieden sein kannst. Es ist, wie wenn du in einen Spiegel schaust und auf deinem Gesicht ein Stück Schokolade erkennst. Du versuchst den Spiegel zu säubern. Dabei kannst du nur dein Gesicht säubern, um dieses Stück Schokolade zu entfernen. So kannst auch nur du deine Ansicht über andere ändern, um zufrieden zu werden. In dir ist etwas im Argen, der Unmut in dir auslöst. Nicht in dem anderen.

Wenn du dich nicht wohlfühlst, dich ärgerst, dass dein Mann immer pokert und Bier trinkt und seine Freunde einlädt, brauchst du ihn nicht ändern oder überzeugen, dass dieser Lebensstil falsch ist, nur weil du ihn nicht magst. Wenn du all das Leid bist, solltest du dir Freunde suchen, die ein anderes Hobby haben und mit dir das genießen, was du magst.

Wenn du erlaubst, dass Dinge sich ändern dürfen, dann schau in dich und lass die Momente gehen, die dir Kummer bereiten. Wende dich von ihnen ab und suche dir Situationen, die dir erlauben, glücklich zu sein und verbringe mehr Zeit damit. Du wirst sehen, dass sich deine Welt ändern wird.

Eine Veränderung muss nicht gleich mit einem riesen Kraftakt und großem Aufwand verbunden sein. Manchmal reicht es, deinen Blickwinkel zu ändern. Zu schätzen, was du hast, anstatt unzufrieden darüber zu sein, was du nicht hast.  Ist es ein Umstand der geändert werden muss oder ist es eher eine Banalität, die nicht wirklich Gewicht in deinem Leben hat, wie: du würdest gerne mehr Geld verdienen, kommst aber auch so ganz gut zurecht. Wie sieht die Sitution aus, in der du dich wohlfühlen würdest?

Ob du dich dazu entscheidest, etwas zu verändern oder alles beim Alten zu belassen und nur deine Einstellung über dieses Problem zu ändern: triff eine Entscheidung – die Entscheidung für das Leben, das du leben wirst – und sei zufrieden damit. Du wolltest es so.

Wenn du dir alles Mögliche getan hast – und die Situation ändert sich nicht sofort, dann hör auf, dich an ihr festzuhalten. Akzeptiere sie. Du hast getan, was du konntest. Nun musst du Geduld haben. Die Situation ändert sich, sobald du für dich gelernt hast, die Situation anzunehmen und zu akzeptieren. Vielleicht liegt die eigentliche Ursache auch nicht in der äußeren Veränderung, sondern im Inneren. Kannst du einen neuen Blick auf die Dinge werfen? Finde die Ursache und verändere sie – und dann lass das Problem los.

Habe Vertrauen in dich und führe ein Leben im Einklang mit dir

Unzufriedenheit entsteht unterbewusst – ein eindeutiges Signal deines Körpers an dich: Lebe im Einklang mit dir und tu das, was dich glücklich macht.

Das Leben ist nicht immer einfach und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Jeder hat andere Ängste zu überwinden und Aufgaben zu meistern und jedem zeigt sich die Unzufriedenheit in einem anderen Aspekt – aber immer mit dem gleichen Aufruf: verändere etwas, denn so wie es ist, tut es dir nicht gut.

Leben bedeutet Veränderung. Nur durch Veränderung können wir wachsen und der werden, der wir sein können, wie Wolf Biermann so schön sagte: „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“ Du weißt nie, was passiert, wenn du neue Wege gehst. Aber wenn dir deine Unzufriedenheit zeigt, dass dein Leben nicht mehr im Gleichgewicht ist, dann musst du etwas tun.

Habe Vertrauen in dich und folge deinem Herzen – es ist dein Leben. Du sollst dich glücklich machen und nicht andere. Du wirst es sonst später bereuen, wie das Buch von John Izzo „5 Geheimnisse, die du erkennen solltest, bevor du stirbst“, beweist.

Sei mutig und gehe deinen Weg, dann wirst du:

  •  ZUFRIEDEN SEIN, weil du da bist, wo du hin wolltest
  •  GLÜCKLICH SEIN, weil du lebst anstatt nur zu träumen
  •  und FREI SEIN, weil du das tust, was du tun willst.

Ich drück dir die Daumen, dass du deinen Weg findest – und gehst!

Wie gehst du mit Unzufriedenheit um? Lässt du alles beim Alten oder folgst du deiner inneren Stimme?


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