Ständig schlechte Erfahrungen? – Was der Grund sein kann und wie du ihn auflöst

Hast du das Gefühl, dass du immer wieder die gleichen negativen Erfahrungen machst und dir Glück nicht vergönnt ist?

Bist du jeden neuen Versuch schon beinahe Leid, weil du dich schon darauf einstellst, dass du keinen Erfolg haben wirst?

Wieso Angst die Ursache dafür sein kann, dass dir immer wieder das Gleiche Negative widerfährt und wie du die Endlosschleife unterbrechen und dein Leben zum Positiven verändern kannst, erfährst du im heutigen Beitrag.

Die Wiederholungsschleife von Erfahrungen

Wenn du eine schwere Vergangenheit hattest, in der du einprägsame Erfahrungen mit viel Leid und Schmerz erlebt hast, dann trägst du diese Geschichten oft mit dir herum. Auch wenn die Erlebnisse Jahre zurück liegen und auch wenn du nun andere Menschen um dich herum hast, ist dein Leben oft noch gezeichnet von den alten Geschichten. Du bist scheinbar gezwungen, sie immer wieder zu durchleben.

  • Du hast kein Glück in der Liebe, weil du immer an die Falschen gerätst.
  • Du kannst nicht vertrauen, weil du ständig enttäuscht wirst.
  • Du scheiterst bei jedem Neuanfang, weil die Hürden zu hoch sind.

Kommt dir das oder eine ähnliche Situation bekannt vor?

Dann kann ich dir versichern: Es ist nicht das Leben, das es schlecht mit dir meint.

Leben ist so bunt wie deine Gedanken

Warum deine Angst dich daran hindert, neue Erfahrungen zu machen

Tief in dir liegt die Ursache, warum das Leben es scheinbar nicht gut mit dir meint: Du kannst von all dem Schmerz und den damit verbundenen Geschichten, die dir widerfahren sind, nicht loslassen. Von der Angst vor der Wiederholung dieser Erfahrungen.

Und diese Angst hindert dich am Weitergehen. Jeder Versuch scheitert, weil du für einen Neuanfang  nicht bereit bist.

Du wirst vielleicht sagen, dass das nicht stimmt und dass du wirklich eine Veränderung herbeizurufen versuchst, aber es trotzdem nicht klappt. Ich bezweifle gar nicht, dass du es nicht versuchst, aber ein Versuch im Äußeren – eine Handlung allein – reicht nicht für eine positive Veränderung. Hast du auch im Inneren Frieden geschlossen und bist wirklich bereit, an etwas Neues zu glauben?

Ist da wirklich Vertrauen in die Zukunft oder immer noch die Angst der Vergangenheit?

Auch wenn du nach außen positive Worte wählst und beteuerst, dass du alles unternimmst, was möglich ist, dass du an die Liebe, an das Glück und an die Menschen glaubst, ist dein Gefühl in dir ausschlaggebend, was du im Leben siehst und dir begegnet. Und wenn du immer wieder die Vergangenheit durchlebst, dann, weil du die Vergangenheit nicht los lässt.

Die tief verwurzelte Angst in dir, die dich vor dem schützen möchte, was du bereits durchlitten hast. Sie möchte dir sagen: Bleib unscheinbar, sei immer auf der Hut und misstrauisch. Du hast bisher nie Glück gehabt, deswegen wirst du auch dieses Mal kein Glück haben. Du weißt, wie sehr es weh getan hat. Lass das nicht noch einmal zu. Probiere es lieber nicht, das Risiko ist zu groß, verletzt und enttäuscht zu werden.

Kann das sein?

Sage mir,

  • ist Lieben möglich, wenn ständig Zweifel da sind?
  • ist Vertrauen möglich, wenn ständig die Angst vor Enttäuschung auftaucht?
  • ist ein Neuanfang möglich, wenn du nicht an dich glaubst?

Ist da zu große Angst in dir, die dich am Weitergehen hindert oder bist du wirklich frei?

Vom falschen Umgang mit der Angst

Angst kann ein positiver Wegweiser sein, der dir eine mögliche Gefahr signalisiert und dich vor Unglück bewahren kann. Aber das ist nicht immer der Fall. Und genau das verwechseln viele Menschen. Sie sehen ihre Angst als dringenden Hinweis dafür, dass sie etwas unterlassen sollen, um sich zu schützen.

Aber Angst verlangt von dir in der heutigen Zeit nicht mehr nur Flucht.
Angst verlangt von dir lediglich erhöhte Aufmerksamkeit.

Du sollst deiner Angst nicht blindlings folgen, sondern mit deinem Verstand prüfen, was sie dir sagen will und ob ihre Sorge berechtigt ist. Ob die Gefahrenlage wirklich so ernst ist, wie sie vorgibt zu sein.

Deine Angst ist trainiert von deinen Gedanken und jede Gefahrensituation ist nur so schlimm, wie du ihr erlaubst zu sein. Wenn du deiner Angst glaubst, wenn du sie mit Szenarien gießt, dann nährst du deine Angst. Du trainierst sie darauf, dass sie Recht hat und unterstützt sie darin, zu wachsen. Groß zu werden und dich und dein Leben zu vereinnahmen.

Je mehr du deine Angst nährst, desto unfähiger wirst du zum Handeln und desto leitender wird die Funktion deiner Angst. Sie führt dich und nicht mehr umgekehrt. Auch wenn du nach außen hin so tust, als hättest du diese Angst nicht, auch wenn du es nicht mal weißt, hat sie unterbewusst das Steuer übernommen.

In diesem Zustand wird dir dein Leben sehr dunkel und negativ vorkommen. Du machst immer wieder die gleichen schlechten Erfahrungen und findest in jeder neuen Erfahrung die Bestätigung deiner Angst.

Du beginnst zu glauben, dass dir Glück nicht vergönnt ist. Es war schon immer so und wird nie anders sein. Mit dieser negativen Sichtweise hältst du das am Leben, wovor du Angst hast.

Und so triffst du im Leben auf die Angst, die du in dir trägst.

Aber nichts muss so bleiben, nur weil es immer so gewesen ist. Es bleibt lediglich so, wenn du deiner Angst weiterhin erlaubst, das Steuer zu übernehmen.

Angst besiegen und Farbe zulassen

Stärke dein Vertrauen und die Angst wird von allein verschwinden

Wenn du erkennst:

  • dass du selbst mit deinen Gedanken deine Angst nährst
  • dass du sie unterstützt, in deinem Leben Einzug zu halten
  • dass du durch die Augen deiner Angst siehst
  • und dadurch in der Welt auf das triffst, was du in dir trägst

dann wird dir bewusst, dass niemand dafür sorgen kann, dass sich dein Leben zum Positiven verändert, außer dir. Alles liegt in dir. In den Gedanken, mit denen du entweder die Angst oder das Vertrauen in dir nährst.

Mit jedem Gedanken, mit jedem Wort und Gefühl erschaffst du deine Zukunft. Gedanken werden Worte – Gedanken schaffen Gefühle – Gedanken werden zu Taten. Der Ursprung liegt immer in einem Gedanken. Daher kann eine Veränderung in deinem Leben nur stattfinden, wenn du eine Veränderung in deinen Gedanken hervorrufst.

Um diese Veränderung herbeizuführen kannst du gut Affirmationen nutzen. Affirmationen sind positive Glaubenssätze, die du dir selbst vorsagst, um dein Gedankenmuster zu ändern. Zum Beispiel: 

  • Die Vergangenheit ist vergeben und vergessen. Ich bin frei.
  • Nur Gutes erwartet mich.
  • Ich vertraue meinen Mitmenschen und diese vertrauen mir.

Hier findest du eine Auswahl an Affirmationen, die dir helfen können, dein Leben in eine positive Richtung zu lenken.

Da eine Gedankenumstellung nicht von heute auf morgen geschieht und lediglich die Wiederholung dauerhafte Ergebnisse erzielt, sollten Affirmationen über eine Zeit lang trainiert werden. Zum Beispiel eine Woche lang einen positiven Glaubenssatz jeden Morgen vor dem Aufstehen und jeden Abend vor dem Schlafengehen ins Gedächtnis rufen.

Achte auf die Farben deiner Gedanken

Stell dir vor, dein Leben ist eine Leinwand und deine Gedanken sind die Farben, mit denen du die Leinwand bemalst. Farbig sind die positiven Gedanken und farblos die negativen. Mit welchen Farben hast du bisher gemalt?

Gefällt dir das Bild, das du siehst oder ist es dir zu trist und dunkel, zu sehr von Angst geprägt und allen Gefühlen, die ihren Ursprung in dieser Angst haben?

Willst du endlich wieder Vertrauen, Liebe, Freude und Glück spüren?

Dann erschaffe dir mit deinen Gedanken ein neues Bild:

  • Übermale mit vertrauensvollem Blau, die schwarze Angst.
  • Mit heiterem Gelb, die triste Traurigkeit.
  • Mit kraftvollem Rot, die dunkle Handlungsunfähigkeit.
  • Mit hoffnungsvollem Grün, die Schatten des Zweifels und Misstrauens.
  • Mit lebhaftem Orange, die blasse Leblosigkeit.
  • Mit zärtlichem Rosa, die graue Selbstverurteilung.

Befreie dich von der Last der Vergangenheit und ändere dein Gedankenmuster Schritt für Schritt in ein positives und farbenfrohes Bild. Lass dir die Zeit, die du brauchst, aber höre nicht auf, für das Gute zu malen.

Nichts im Leben muss so bleiben, nur weil es immer so gewesen ist. Es kommt lediglich darauf an, welche Farben deine Gedanken haben, weil sie das Bild bestimmen, das du in der Welt siehst.

Auch dir ist das Glück gegönnt. Du wirst schon sehen! :)

Wie sehr ist dein Leben von Angst geprägt und wie schaffst du es, sie loszulassen?


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